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Zusammenfassung

Die koronare Herzerkrankung (KHK) gehört zu den häufigsten Erkrankungen und Todesursachen in der industrialisierten Welt. Neben der Behandlung mit Arzneimitteln oder interventionell mit Herzkatheter besteht mit der Koronarchirurgie eine dritte Möglichkeit, die gestörte Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern.

Für die Berichterstattung im BQS-Qualitätsreport wurden drei Qualitätsziele ausgewählt, die sowohl Aspekte der Prozess- als auch der Ergebnisqualität betrachten.

Die Sterblichkeit nach herzchirurgischen Eingriffen (Letalität) stellt den wichtigsten Indikator der Ergebnisqualität dar. Bei Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation lag die durchschnittliche Krankenhausletalität bei 2,52%, die Spannweite der Krankenhausergebnisse reichte von 0,34 bis 18,18%. Diese Rate liegt niedriger, als im Vergleich mit internationalen Zahlen erwartet. Hier kann eine sehr gute Versorgungsqualität konstatiert werden.

Für diesen Indikator wurde die 95%-Perzentile als Referenzbereich festgelegt. Dies bedeutet, dass drei Krankenhäuser, deren Letalitätsrate bei elektiv oder dringlich durchgeführten Eingriffen über 5% lag, im Strukturierten Dialog um eine Stellungnahme gebeten werden sollen. Auffällig erscheinen der Fachgruppe allerdings auch vier Krankenhäuser mit einer Letalitätsrate von unter 1%, mit denen ein Strukturierter Dialog zur Daten- und Dokumentationsqualität geführt werden soll.

Die Ergebnisse zum Qualitätsziel „Angemessener Anteil von Operationen mit Verwendung der linksseitigen IMA (innere Brustwandarterie)“ zeigten, dass bei 86,44% aller Patienten mit elektiver/dringlicher Operationsindikation die linksseitige Arteria mammaria interna als Bypass-Gefäß verwendet wurde. Die Spannweite der Krankenhausergebnisse lag zwischen 0 und 97,6%. Als Referenzbereich ist die 5%-Perzentile festgelegt worden, so dass die drei auffälligen von insgesamt 77 Krankenhäusern, die bei weniger als 62,4% (5%-Perzentile) ihrer Patienten die IMA verwendet haben, im Strukturierten Dialog um eine Stellungnahme gebeten werden sollen. Ergebnisse unterhalb dieser Rate lassen sich nicht sicher allein durch ein spezielles Patientenkollektiv erklären.

Die postoperative Mediastinitis stellt eine seltene, aber schwere und potenziell tödliche Komplikation nach herzchirurgischen Eingriffen dar. Für den Krankenhausvergleich ist zu berücksichtigen, dass Patienten unterschiedliche Risikoprofile aufweisen können. Daher wurde für die Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator eine Risikoadjustierung anhand einer international gebräuchlichen Klassifikation durchgeführt. In der Risikoklasse 0 (Patienten ohne Risikofaktoren) trat eine postoperative Mediastinitis in 0,53% der Fälle auf. Die Spannweite der Krankenhausergebnisse reichte von 0,0 bis 6,3%. Diese Ergebnisse liegen im unteren Bereich der in der Literatur angegebenen Mediastinitisraten. Die als obere Grenze des Referenzbereichs festgelegte 95%-Perzentile führt dazu, dass die drei von insgesamt 64 Krankenhäusern mit einer Mediastinitisrate von über 2,2% im Strukturierten Dialog um eine Stellungnahme gebeten werden.