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Zusammenfassung

Seit Einführung des ersten voll implantierbaren Herzschrittmachers durch Elmquist und Senning im Jahre 1958 ist die Herzschrittmachertechnik kontinuierlich weiterentwickelt worden. Heutzutage stellen Herzschrittmacher für eine Reihe von Rhythmusstörungen, die mit niedriger Herzfrequenz (Bradykardie) einhergehen, wie z.B. das Sick-Sinus-Syndrom (SSS, Erkrankung des Sinusknotens) oder den höhergradigen atrioventrikularen Block (Überleitungsstörung zwischen rechtem Vorhof und rechter Kammer) eine sichere und relativ einfach durchzuführende Therapieoption dar. In der Regel besteht die Indikation dann, wenn die Bradykardie zu Symptomen wie z.B. Bewusstlosigkeit (Synkope) führt. Die Funktion des Herzschrittmachers ist es, den herzeigenen Rhythmus wahrzunehmen und bei Unterschreiten einer bestimmten Herzfrequenz das Herz zu stimulieren.

Mit der 1996 erschienenen Leitlinie zur Herzschrittmachertherapie der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung wurde ausführlich zur Indikationsstellung, aber auch zur Auswahl des richtigen Herzschrittmachersystems bei bestimmten Rhythmusstörungen Stellung genommen. Diese Leitlinie ist maßgeblich für die Qualitätssicherung des Jahres 2004. Ab 2006 kann die nun vorliegende aktualisierte Leitlinie Berücksichtigung finden.

Eine leitlinienkonforme Indikationsstellung lag bei 96,63% der Schrittmacherimplantationen vor. Dies stellt auch im internationalen Vergleich ein hervorragendes Ergebnis dar. Bei den Ergebnissen der Krankenhäuser mit mindestens 20 Fällen beträgt die Spannweite 68,2 bis 100,0%. 40 von 748 Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen liegen außerhalb des von der Fachgruppe angesetzten Referenzbereichs von ≥ 90%. Für diese Krankenhäuser sollte der Strukturierte Dialog auf der Landesebene durchgeführt werden.

Die Gesamtrate der Patienten mit mindestens einer Komplikation betrug 5,39% bei einer Spannweite von 0,0 bis 33,3% bei Krankenhäusern mit mindestens 20 Eingriffen. Als chirurgische Komplikationen sind im Besonderen die Rate für das Auftreten eines drainagepflichtigen Pneumothorax (0,43%), für Taschenhämatome (0,99%) und revisionsbedürftige Wundinfektionen (0,11%) von Bedeutung. Diese Raten waren niedriger als die entsprechenden Referenzwerte des dänischen Herzschrittmacherregisters.

Die Ergebnisqualität ist von der optimalen Platzierung der Herzschrittmachersonden abhängig. Verrutscht eine Sonde (Sondendislokation), so ist die richtige Funktion des Herzschrittmachers nicht mehr sicher gewährleistet. Neben den elektrischen Eigenschaften (Reizschwelle, Signalamplitude) lässt die Rate der Sondendislokationen am ehesten Rückschlüsse auf Qualitätsprobleme beim Eingriff zu. Die Gesamtraten von 1,68% Vorhofsondendislokation und 1,21% Ventrikelsondendislokationen liegen innerhalb des Referenzbereichs. Damit liegen die Ergebnisse dieser Komplikation eines Herzschrittmachereingriffs in der Größenordnung der Ergebnisse des dänischen Herzschrittmacherregisters, das weltweit die einzige vergleichbare Referenz ist.