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Qualitätsziel

Möglichst geringe Letalität

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die Untersuchung der Sterblichkeit nach herzchirurgischen Operationen gehört zum Standard bei der Betrachtung von postoperativen Komplikationen. Die In-Hospital-Letalität erfasst alle Patienten, die während des gleichen stationären Aufenthaltes im Krankenhaus versterben.

Die vergleichende Darstellung der Krankenhausergebnisse zur In-Hospital-Letalität erfolgt für Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation. Notfalleingriffe wurden als einer der relevantesten Risikofaktoren aus der Grundgesamtheit ausgeschlossen.

Bewertung

Die Gesamtsterblichkeit lag mit 3,83% im Bereich der Vorjahresergebnisse. Auch die Krankenhaussterblichkeitsrate der Patienten mit elektiver oder dringlicher Operationsindikation bewegte sich mit 3,24% auf dem Niveau der Vorjahre.

34 von 77 Krankenhäusern haben zusätzlich auf freiwilliger Basis Angaben zur 30-Tage-Letalität der von ihnen behandelten Patienten an die BQS übermittelt. Die nach dem logistischen EuroSCORE statistisch erwartete 30-Tage-Letalitätsrate lag für diese Patienten fast dreimal so hoch wie die beobachtete Rate, sodass die BQS-Fachgruppe Herzchirurgie mit Blick auf die Ergebnisse der wissenschaftlichen Literatur von einer guten Versorgungsqualität in diesem Leistungsbereich ausgeht.

Drei Krankenhäuser haben im Erfassungsjahr 2005 eine Krankenhaussterblichkeitsrate von über 8,7% dokumentiert und liegen damit außerhalb der 95%-Perzentile der Krankenhausergebnisse. Diese Krankenhäuser werden im Strukturierten Dialog um Stellungnahme gebeten.
Im Jahr 2005 haben Vertreter der BQS-Fachgruppe Herzchirurgie und der BQS zwei Begehungen in Krankenhäusern durchgeführt, die im Erfassungsjahr 2004 auffällige Ergebnisse zu diesem Qualitätsindikator dokumentiert hatten. In einem Krankenhaus wurden Verbesserungspotenziale im Hinblick auf eine systematische Analyse der Todesfälle nach Aortenklappenoperationen identifiziert. Die Fachgruppe hat daher mit diesem Krankenhaus die Etablierung regelmäßiger interdisziplinärer Komplikationskonferenzen und die Übermittlung der Ergebnisniederschriften dieser Konferenzen an die BQS vereinbart. Die Sterblichkeitsrate dieses Krankenhauses lag im Erfassungsjahr 2005 nicht mehr im auffälligen Bereich.
Im zweiten Krankenhaus wurden Verbesserungspotentziale in Bezug auf die Dokumentationsprozesse identifiziert. Das Krankenhaus hatte im Erfassungsjahr 2004 nur 33% der dokumentationspflichtigen Leistungen an die BQS übermittelt. Als Ergebnis des Strukturierten Dialoges hatte das Krankenhaus bis zum Zeitpunkt der Begehung verbindliche schriftliche Prozessbeschreibungen erarbeitet, die eine vollständige Dokumentation von Leistungen im Rahmen der externen vergleichenden Qualitätssicherung sicherstellen sollen. Die tatsächliche Sterblichkeitsrate nach isolierten Aortenklappenoperationen, die vom Krankenhaus während der Begehung mitgeteilt wurde, lag nicht im auffälligen Bereich.
Ein drittes Krankenhaus hat anhand einer detaillierten schriftlichen Analyse des Behandlungsverlaufs der verstorbenen Patienten dargelegt, dass die auffällige Rate durch die Behandlung von Hochrisikopatienten bedingt war.