Einleitung
Die Erstimplantation einer Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) bei Kniegelenkverschleiß (Gonarthrose) verbessert die Lebensqualität des betroffenen Patienten deutlich. Der Wechsel einer Kniegelenkprothese kann aus verschiedenen Gründen erforderlich sein.
Knieendoprothesenwechsel sind indiziert bei Implantatlockerung, Instabilität, tiefem Infekt (Mackay & Siddique 2003), fortschreitender Verschleißerkrankung in den bisher nicht ersetzten Gelenkanteilen (bei Kniegelenkteilersatz) sowie bei erheblicher Funktionsbeeinträchtigung eines endoprothetisch versorgten Gelenks (Callaghan et al. 1995). Die Indikation zur Wechseloperation einer Knieendoprothese wird individuell in Abstimmung mit dem Patienten gestellt.
Ein Knieendoprothesenwechsel ist technisch anspruchsvoller als eine Erstimplantation (Callaghan et al. 1995, Saleh et al. 2002). Dies trifft auf die Auswahl des geeigneten Implantats zu, auf die geeignete operative Technik zur Wiederherstellung einer regelrechten Stabilität und Bandführung sowie auf das Management operativer Probleme, wie z.B. Knochensubstanzverlust.
Sichere Aussagen zu den Standzeiten von Knie-Endoprothesen in Deutschland lassen sich nur durch eine Langzeitbeobachtung in Form eines Endoprothesenregisters gewinnen. Solange ein solches Register nicht etabliert ist, geben die Qualitätssicherungsverfahren zu den Austauscheingriffen nur einen begrenzten Einblick in die Versorgungsqualität.