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Einleitung

Fachgruppenmitglieder

Hüftgelenknahe Oberschenkelfrakturen sind häufige Verletzungen im höheren und hohen Lebensalter. Untersuchungen zu den Folgen einer hüftgelenknahen Fraktur zeigen, dass ein hohes Letalitätsrisiko von ca. 20 bis 25% in den ersten sechs Monaten nach Operation besteht. Unabhängig vom Lebensalter stellen die hüftgelenknahen Oberschenkelfrakturen eine Bedrohung der Selbstständigkeit im Alltag dar.

Ein wichtiger Risikofaktor für eine hüftgelenknahe Femurfraktur ist eine verminderte Knochendichte (Osteoporose), von der insbesondere ältere Frauen betroffen sind. Schon bei geringer Krafteinwirkung, zum Beispiel bei seitlichem Fall auf die Hüfte, kann es zu einer Fraktur kommen. Die Häufigkeit dieser Verletzung wird in Deutschland mit 110 bis 130 Fällen pro 100.000 Einwohnern veranschlagt. Aufgrund der demografischen Altersentwicklung wird von einer jährlichen Zunahme der Fallzahl von 3 bis 5% ausgegangen (Beck & Rüter 2000).

Je nach Lokalisation der hüftgelenknahen Fraktur wird zwischen Schenkelhalsfraktur und pertrochantärer Fraktur unterschieden. Als Schenkelhals wird der Bereich zwischen Hüftkopf und Oberschenkelknochen bezeichnet. Die Schenkelhalsfraktur wird nach Lage und Verschiebungsgrad des Bruches unterteilt. Die pertrochantäre Fraktur verläuft schräg in der Trochanterregion unterhalb des Schenkelhalses. In der BQS-Bundesauswertung werden die Qualitätsindikatoren für die Krankheitsbilder Schenkelhalsfraktur und pertrochantäre Fraktur getrennt dargestellt.

Eine optimale Therapie der hüftgelenknahen Femurfraktur berücksichtigt einerseits anatomische und andererseits individuelle medizinische und nicht zuletzt soziale Gegebenheiten. Ziel der Therapie ist die schnelle Wiederherstellung der Mobilität und Belastbarkeit des Patienten, um die Rückkehr auf das präoperative Aktivitätsniveau zu erreichen.

Im Qualitätsreport 2006 wird zur besseren Übersichtlichkeit über die Ergebnisse bei Schenkelhalsfrakturen berichtet, nicht aber über Ergebnisse bei pertrochantären Frakturen.