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Einleitung

Fachgruppenmitglieder

In der Eurotransplant-Region werden jährlich über 1.100 Lebertransplantationen durchgeführt. Gleichzeitig versterben pro Jahr mehr als 300 Patienten auf der Warteliste zur Lebertransplantation. Der limitierende Faktor für die Durchführung von Lebertransplantationen ist der Mangel an Spenderorganen. Obwohl es in den letzten drei Jahren eine deutliche Steigerung der Zahl der Lebertransplantationen in Deutschland gab, bleibt die Kluft zwischen der Zahl der zur Lebertransplantation angemeldeten Patienten (1.401 im Jahr 2005) und der Zahl der durchgeführten Transplantationen (976 im Jahr 2005) bestehen (DSO-Jahresbericht 2005).

Patienten mit chronischem oder akutem Leberversagen können nur durch eine Transplantation überleben. Versuche, die Funktion der Leber zeitweise zu ersetzen, sind in der klinischen Erprobung. Die häufigste Ursache für Leberversagen ist eine Zirrhose. Seltener sind Tumore oder Gefäßerkrankungen Ursache des chronischen Leberversagens (DSO-Jahresbericht 2005).

Seit 2006 besteht für den Leistungsbereich Lebertransplantation erstmals für alle deutschen Transplantationszentren eine Verpflichtung zur Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung, mit der die Versorgungsqualität in diesem Leistungsbereich anhand von drei Qualitätsindikatoren dargestellt wird.

Es haben 21 Krankenhäuser an der externen vergleichenden Qualitätssicherung teilgenommen und insgesamt 900 Lebertransplantationen dokumentiert. Davon wurden 818 Lebertransplantationen nach postmortaler Organspende und 74 Transplantationen nach Teilleber-Lebendspende und acht Domino-Transplantationen (Verwendung von Organen mit familiärer amyloidiotischer Polyneuropathie) durchgeführt. In 86 Fällen handelte es sich um eine Retransplantation und in 39 Fällen wurde die Lebertransplantation im Rahmen einer kombinierten Transplantation durchgeführt.