Prof. Dr. Michael-Jürgen Polonius
Verbesserte Ergebnisse – neue Strukturen
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
in einem weiteren Jahr der externen stationären Qualitätssicherung konnten die Verfahren und Ergebnisse konsequent weiterentwickelt und verbessert werden. An erster Stelle profitieren Patientinnen und Patienten von der kontinuierlich steigenden Qualität der klinischen Versorgung, und zugleich helfen der Ausbau der Transparenz und die damit einhergehenden Informations-, Orientierungs- und Vergleichsmöglichkeiten Patientinnen und Patienten bei der Wahl „ihrer“ Klinik. Weiterhin können Krankenhäuser die Ergebnisse des Verfahrens der externen stationären Qualitätssicherung im Wettbewerb mit anderen Anbietern nutzen.
Der Rückblick gibt also auch in diesem Jahr Anlass zur Zufriedenheit, allerdings – wie auch in den Vorjahren – im Sinne eines stetig voran zu treibenden Prozesses, der weiterzuentwickeln und zu verbessern ist.
Die Frage des Fortgangs und der Weiterentwicklung der externen stationären Qualitätssicherung hat mit der zum 1. Juli 2008 in Kraft tretenden Umstrukturierung des Gemeinsamen Bundesausschusses allerdings eine über das eigentliche Verfahren hinausreichende Dimension:
Die jüngste Gesundheitsreform 2007 (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz) sieht vor, dass der Gemeinsame Bundesausschuss von Juli 2008 an mit einer veränderten Struktur arbeitet. Alle Entscheidungen werden ab dann in einem einzigen sektorenübergreifend besetzten Beschlussgremium für sämtliche stationären und ambulanten Belange getroffen. Zudem ist die Ausschreibung eines Instituts für sektorenübergreifende Qualitätssicherung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss vorgesehen, das auch das Verfahren der externen stationären Qualitätssicherung weiterführen wird. Das Ausschreibungsverfahren läuft zur Zeit und steht kurz vor dem Abschluss.
Um die Stabilität und den erreichten Stand des Verfahrens der externen stationären Qualitätssicherung zu wahren, soll dieses bis Ende 2009 in der bewährten Weise von der BQS weitergeführt werden. Ab Januar 2010 werden die neuen Strukturen funktionsfähig sein, in die das Verfahren ohne Bruch übernommen werden kann.
Allen strukturellen Änderungen der Rahmenbedingungen zum Trotz werden wir auch künftig
konzentriert und mit großem Einsatz an der
Weiterentwicklung der externen stationären Qualitätssicherung arbeiten.
Siegburg, im Juli 2008
Prof. Dr. Michael-Jürgen Polonius
ehemaliger Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses nach § 91 Abs. 7 SGB V