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Qualitätsziel

Erhebung eines histologischen Befundes

Immer Erhebung eines histologischen Befundes

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die routinemäßige Erhebung eines histologischen Befundes, das heißt die feingewebliche Untersuchung der bei der Operation entnommenen Gallenblase unter dem Mikroskop, erlaubt zum einen eine Überprüfung der vor der Operation gestellten Diagnosen und zum anderen die Sicherung oder den Ausschluss einer bösartigen Veränderung der Gallenblase, die bei großen Gallensteinen, großen Polypen oder einer sogenannten Porzellangallenblase vermehrt auftreten kann.

Strukturierter Dialog

Bewertung der Ergebnisse 2008

Die Erhebung eines histologischen Befundes ist nach der Durchführung einer Cholezystektomie zwingend erforderlich, das heißt, dass ein Gesamtergebnis von 100% angestrebt wird. Der festgelegte Referenzbereich liegt bei ≥ 95%. In 2008 wurden 170.751 Gallenblasenentfernungen dokumentiert. In 169.339 Fällen wurde die Erhebung eines histologischen Befundes dokumentiert. Dies entspricht einem Anteil von 99,2%. Im Vergleich zu den Gesamtraten der Vorjahre (2007: 99,1%; 2006: 98,9%; 2005: 97,8%; 2004: 97,0%) kann weiterhin eine gute und stabile Versorgungsqualität konstatiert werden. Die Spannweite der Krankenhausergebnisse bei Krankenhäusern mit mindestens 20 Fällen liegt zwischen 73,9 und 100,0%. 26 von 1.131 Krankenhäusern (2,3%) sind rechnerisch auffällig. Diese haben den Referenzbereich von ≥ 95% nicht erreicht. Eine Diskussion der Ergebnisse im Rahmen des Strukturierten Dialogs ist mit diesen Häusern zwingend erforderlich, gegebenenfalls müssen Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungs- bzw. Dokumentationsqualität vereinbart werden.

Den Ergebnissen des Strukturierten Dialogs der vergangenen Jahre ist zu entnehmen, dass nur in vereinzelten Fällen die Durchführung einer postoperativen Histologie tatsächlich nicht veranlasst wurde. Auf diese Krankenhäuser muss im Folgejahr ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Rechnerisch auffällige Ergebnisse einzelner Krankenhäuser sind zum großen Teil in einer mangelhaften Dokumentationsqualität begründet.

Insgesamt wertet die BQS-Fachgruppe die vorliegenden Ergebnisse als Ausdruck einer guten Versorgungsqualität auf stabilem Niveau.