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Qualitätsziel

Verwendung der linksseitigen Arteria mammaria interna

Angemessener Anteil von Operationen mit Verwendung der linksseitigen Arteria mammaria interna (innere Brustwandarterie)

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die Verwendung der inneren Brustwandarterie (Arteria mammaria interna, IMA) als Bypassgefäß hat einen positiven Einfluss auf das mittel- und langfristige Ergebnis nach koronarchirurgischen Operationen. So treten signifikant weniger Angina-pectoris-Beschwerden oder Herzinfarkte auf. Eine erneute Operation oder Herzkatheterbehandlung ist ebenfalls seltener erforderlich. Auch die 10-Jahres-Überlebensrate ist höher (Loop et al. 1986, Acinapura et al. 1989).

Die American Heart Association empfiehlt daher in ihrer Leitlinie zur Koro­narchirurgie, die Verwendung der linksseitigen Arteria mammaria interna bei allen Patienten zu erwägen, die sich einer operativen Revaskularisation der linken Koronararterie (LAD) unterziehen müssen (Eagle et al. 2004).

Strukturierter Dialog

Bewertung der Ergebnisse 2008

Die Gesamtrate des BQS-Qualitätsindikators Verwendung der linksseitigen Arteria mammaria interna ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen und liegt mit 92,5% im Jahr 2008 nahe am Ergebnis von 2007. Nur noch drei Kliniken liegen knapp unter dem Referenzbereich von ≥85%. Nach Einschätzung der BQS-Fachgruppe Herzchirurgie zeigen die Ergebnisse des Erfassungsjahres 2008 weiterhin eine sehr gute Qualität der Versorgung. Das positive Gesamtergebnis ist als Folge des Strukturierten Dialogs zu werten, da in den vergangenen Jahren mit allen auffälligen Krankenhäusern konsequent der Dialog geführt und ggf. Zielvereinbarungen getroffen wurden. Alle Krankenhäuser hatten nachvollziehbar Verbesserungsmaßnahmen dargelegt. Mit den auffälligen Häusern wird in diesem Jahr ebenfalls der Strukturierte Dialog geführt werden.