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Qualitätsziel

Laufzeit des Herzschrittmacher-Aggregats

Möglichst lange Laufzeit des Herzschrittmacher-Aggregats

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die Überlebensrate von Herzschrittmacherpatienten ist in den letzten Jahrzehnten deutlich angestiegen. Brunner et al. (2004) berichten über ein 30-jähriges Follow-up bei Schrittmacherpatienten. Die 5-Jahres-Überlebensrate lag bei 65,6% und die 20-Jahres-Überlebensrate bei 21,5%. Mit steigender Lebenserwartung der Schrittmacherträger steigt auch die Anforderung an die Laufzeit (Funktionszeit) des Schrittmacheraggregats.

Die Aggregatlaufzeit ist von verschiedenen Faktoren wie Batteriekapazität, Positionierung der Sonden und postoperative Programmierung abhängig. Die Batteriekapazität ist proportional zur Größe des Aggregats. Der Energieverbrauch wird durch zahlreiche Faktoren bestimmt, wie zum Beispiel die Höhe der programmierten Amplitude, die Stimulationsfrequenz, den Stimulationsmodus (zum Beispiel DDD oder VVI), den Widerstand der Sonden, durch zusätzlich programmierte Funktionen wie zum Beispiel die Frequenzadaptation, aber auch durch den Eigenstromverbrauch des Aggregats.

Ausreichende, aber nicht in jedem Einzelfall zufriedenstellende Laufzeiten sind fünf bis sechs Jahre für ein Zweikammersystem und sieben bis acht Jahre für ein Einkammersystem.

Strukturierter Dialog

Bewertung der Ergebnisse 2008

Laufzeiten unter vier Jahren sind in jedem Fall als auffällig zu werten, weil sie dazu führen, dass sich der Patient frühzeitig einem erneuten Operationsrisiko aussetzen muss. Die Raten bei Zweikammer-Schrittmachersystemen (DDD oder VDD) haben sich in den letzten Jahren verbessert: 2005: 67,3%, 2006: 71,0%, 2007: 74,8%, 2008: 76,9%.

Die Fachgruppe Herzschrittmacher weist darauf hin, dass die adäquate Beurteilung der Qualität des Aggregats nur in einem Herzschrittmacherregister (bzw. Deviceregister unter Einschluss implantierbarer Defibrillatoren) möglich ist.