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Qualitätsziel

Indikation

Oft eine angemessene Indikation anhand klinischer (Schmerzen und Bewegungseinschränkung) und röntgenologischer Kriterien

Hintergrund des Qualitätsindikators

Bei der Hüft-TEP handelt es sich um einen elektiven Eingriff. Eine strenge Indikationsstellung zum Eingriff ist daher zu fordern. Die europäische multidisziplinäre Leitlinie der EULAR (Zhang et al. 2005) definiert therapierefraktäre Schmerzen und Beweglichkeitseinschränkung in Verbindung mit radiologischen Arthrosezeichen als Indikation zum Hüftgelenkersatz. Die Kriterien Schmerz, Beweglichkeit und Röntgenbefund gehen in die Berechnung des Indikators ein. Um den Gelenkverschleiß im Datensatz zu quantifizieren, wurden die radiologischen Kriterien des Kellgren-und-Lawrence-Scores (Kellgren & Lawrence 1957) durch die Fachgruppe Orthopädie und Unfallchirurgie übernommen und in ein Punkteschema überführt.

Strukturierter Dialog

Bewertung der Ergebnisse 2008

Die Gesamtzahl der Hüftendoprothesen nimmt kontinuierlich zu (2008: 156.887). Die Frage der richtigen Indikation bleibt daher ein wichtiger Indikator der Qualitätssicherung. Die Indikationsstellung zur Hüft-TEP ist grundsätzlich sorgfältig darzustellen. Sie muss durch anamnestische, klinische und röntgenologische Kriterien gerechtfertigt sein.

Die Anwendung der Neutral-Methode zur Beweglichkeitsbestimmung und vor allem die Anwendung des Kellgren-und-Lawrence-Scores zur Beschreibung der Arthrose im Röntgenbild stellen anerkannte orthopädische Untersuchungsmethoden dar. Die Gesamtrate der Fälle, die diese Kriterien erfüllen, ist 2008 gegenüber den Vorjahren weiter angestiegen (2005: 72,4%, 2006: 76,1%, 2007: 81,4%, 2008: 87,7%). Sie liegt aber weiterhin unter dem Referenzbereich von 90%. Die Spannweite der Krankenhausergebnisse von 11,1 bis 100% ist schwer zu erklären. 11,1% wurden in einem Krankenhaus erreicht, bei dem von 306 Patienten nur bei 34 Patienten die Kriterien erfüllt wurden.

Obwohl bei der Indikationsstellung individuelle Aspekte des Patienten zu berücksichtigen sind, sollten die im Qualitätsindikator definierten Mindestanforderungen erfüllt werden. Daher wird hier auch weiterhin Bedarf gesehen, klarere Empfehlungen in Leitlinien zu konsentieren.