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Qualitätsziel

Indikation

Oft eine angemessene Indikation anhand der klinischen Symptomatik, röntgenologischer Kriterien oder Entzündungszeichen

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die Diagnose der Prothesenlockerung wird in Zusammenschau von klinischen, laborchemischen und radiologischen Befunden gestellt. Dazu ist die Röntgenuntersuchung des betroffenen Gelenks in zwei Ebenen notwendig. Veränderungen der Knochendichte und Lysesäume im Röntgenbild sind hier wegweisend. Eine Bestimmung laborchemischer Entzündungsparameter und bei Infektionsverdacht eine Gelenkpunktion sind notwendig, um bereits vor der anstehenden Wechseloperation mögliche Erreger und deren Antibiotikaresistenzen zu identifizieren. Männliches Geschlecht und Komorbidität sind mögliche prädiktive Faktoren für ein Versagen des Implantats mit notwendiger Reoperation (Johnsen et al. 2006).

Ob ein hohes Körpergewicht der Patienten sich negativ auf die Standzeit der Hüft-Endoprothesen auswirkt, ist umstritten. Die Studienergebnisse sind hier widersprüchlich (zum Beispiel Horan 2006, McLaughlin & Lee 2006, Patel & Abrizio 2006). Strukturierter Dialog

Bewertung der Ergebnisse 2008

Neben Schmerzen gelten röntgenologische bzw. Entzündungszeichen üblicherweise als Indikationskriterien für einen Endoprothesenwechsel. Die Gesamtrate von Patienten, welche die definierten Mindestkriterien erfüllten, war 2008 mit 92,0% höher als im Vorjahr (91,4%). Wie im Vorjahr stellt sich jedoch die Frage, unter welcher Indikation die restlichen Fälle (8,6% beziehungsweise 8,0%) operiert wurden. Eine Spannweite von 56,5 bis 100,0% ist zudem auffällig.