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Qualitätsziel

Indikation

Oft eine angemessene Indikation anhand der klinischen Symptomatik, röntgenologischer Kriterien oder Entzündungszeichen

Hintergrund des Qualitätsindikators

Implantatwechsel sind bei Endoprothesenlockerung (Kniegelenktotalendoprothese) und bei fortschreitender Verschleißerkrankung in den bisher nicht ersetzten Gelenkanteilen (Kniegelenkteilersatz) sowie bei erheblicher Funktionsbeeinträchtigung indiziert.

Die Diagnose der Endoprothesenlockerung kann nur in gemeinsamer Beurteilung von klinischen, laborchemischen und radiologischen Veränderungen gestellt werden. Die klinischen Leitsymptome der Prothesenlockerung sind Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und eine Instabilität des Kniegelenks.

Die meisten Prothesenlockerungen sind aseptische Lockerungen, die unter anderem auf lokale entzündliche Reaktionen des Gewebes, auf Mikroabriebpartikel des Prothesenmaterials oder auf knöchernen Umbau als Antwort auf eine veränderte mechanische Situation zurückzuführen sind. Aber auch das Implantatdesign und die Primärimplantationstechnik spielen eine Rolle. Die radiologischen Anzeichen der aseptischen Lockerung können variieren und sind nicht immer eindeutig.

Strukturierter Dialog

Bewertung der Ergebnisse 2008

Der Qualitätsindikator kombiniert die in der Praxis angewandten Kriterien, unter denen sich Arzt und Patient zum Wechsel einer Knieendoprothese entscheiden. Zu den Schmerzen des Patienten sollten korrespondierende Veränderungen im Röntgenbild oder im Labor nachgewiesene Entzündungszeichen hinzukommen. Als Referenzbereich wurde das 5%-Perzentil gewählt, da für fixe Mindestgrenzen keine Evidenz vorliegt.

Die Gesamtrate von Patienten, die diese definierten Mindestkriterien erfüllten, war 2008 (87,2%) ähnlich hoch wie im Vorjahr (88,2%). Erfreulich ist, dass die Spannweite mit 52,4 bis 100,0% nicht mehr so extrem ist wie im Jahr 2007 (5,8 bis 100,0%).

Es wird darauf hingewiesen, dass der Indikator zukünftig anders berechnet wird: Die Instabilität im Kniegelenk mit Schmerzen wird dann ebenfalls als alleinige Indikation zum Knie-TEP-Wechsel gewertet.