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Qualitätsziel

Indikation

Oft eine angemessene Indikation (Schmerzen und röntgenologische Kriterien)

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die Leitsymptome bei Kniegelenksarthrose sind Schmerzen, Bewegungseinschränkung bzw. Instabilitätsgefühl im Kniegelenk. Mit konservativer Behandlung, zum Beispiel mit Physiotherapie und medikamentöser Schmerzbehandlung, lässt sich oft keine dauerhafte Beschwerdebesserung erreichen.

Genaue Leitlinienvorgaben zur Indikationsstellung stehen nicht zur Verfügung. Es besteht jedoch Konsens, dass die Indikation zum Kniegelenkersatz dann gegeben ist, wenn erhebliche Schmerzen, eine funktionelle Beeinträchtigung sowie radiologisch deutliche Gelenkspaltveränderungen bestehen.

Für den vorliegenden Qualitätsindikator wurden die radiologischen Kriterien des so genannten Kellgren-und-Lawrence-Scores in ein Punkteschema (null bis acht Punkte) überführt, anhand dessen der Schweregrad des Gelenkverschleißes eingeschätzt werden kann.

Strukturierter Dialog

Bewertung der Ergebnisse 2008

Mit dem Indikator hat die Fachgruppe Mindestanforderungen definiert, die in der Regel bei der Stellung einer Operationsindikation erfüllt sein sollten. Neben den klinischen Beschwerden sollte auch ein korrespondierender röntgenologischer Arthrosebefund vorliegen. Durch den Referenzbereich von ≥90% wird berücksichtigt, dass auch Ausnahmen von dieser Regel möglich sind. In den letzten Jahren ist die Gesamtrate in Deutschland kontinuierlich angestiegen: 2005: 83,6%, 2006: 86,2%, 2007: 89,4%, 2008: 92,7%.

Trotz der Probleme, die mit der Dokumentation des Arthrose-Scores berichtet wurden, ist es gelungen, mit diesem Indikator das Bewusstsein für eine angemessene Indikationsstellung zu schärfen. Mit dem erstmaligen deutlichen Überschreiten des Referenzbereichs stellt die Fachgruppe – im Gegensatz zu den letzten Jahren – keinen besonderen Handlungsbedarf mehr fest.