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Ausblick

Mit der BQS-Bundesauswertung 2008 liegen in Deutschland im dritten Jahr Daten zur externen vergleichenden Qualitätssicherung für den Leistungsbereich Leberlebendspende vor. Es wurden an neun Krankenhäusern in Deutschland 56 Leberlebendspenden dokumentiert.

Nach der Sollstatistik (s. Tabelle „Datengrundlage“) wurden höhere Zahlen von Datensätzen und teilnehmenden Krankenhäusern erwartet; dies ist darauf zurückzuführen, dass mehrere Krankenhäuser, welche keine Lebendspenden durchführen, fälschlicherweise den Prozedurenkode für eine Teilleberlebendspende in ihren Abrechnungsdaten angegeben hatten. Der Vergleich mit den von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) veröffentlichten Zahlen zeigt dagegen, dass von einer vollständigen Dokumentation der in den deutschen Transplantationszentren durchgeführten Leberlebendspenden auszugehen ist. Dies wird von der BQS-Fachgruppe Lebertransplantation ausdrücklich begrüßt.

Lediglich für 62,7% der Leberlebendspender konnten anhand vollständiger Follow-up-Daten Qualitätskennzahlen zum Ablauf des ersten Jahres nach Lebendspende, für 43,4% zum Ablauf des zweiten Jahres nach Lebendspende berechnet werden. In den Rückmeldungen der Krankenhäuser aus dem Strukturierten Dialog des Vorjahres wurde in vielen Fällen dargelegt, dass trotz des Engagements der Transplantationszentren Verlaufsdaten zu den Spendern nicht in allen Fällen ermittelt werden konnten.

Die Erhebung der Daten zu Leberlebendspenden sowie von Verlaufsdaten dient unter Berücksichtigung der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Organtransplantation gemäß § 16 Transplantationsgesetz dazu, eine valide Grundlage zu schaffen, die es ermöglicht, gegebenenfalls Maßnahmen im Sinne einer umfassenden Qualitätssicherung abzuleiten. In dieser Hinsicht besteht nach Einschätzung der BQS-Fachgruppe somit noch ein deutlicher Verbesserungsbedarf bei der Verlaufsdokumentation nach Leberlebendspende.

Die bisher vorliegenden Auswertungsergebnisse sprechen nach Ansicht der BQS-Fachgruppe Lebertransplantation wie im Vorjahr überwiegend für eine gute Versorgungsqualität und Patientensicherheit in diesem Leistungsbereich. Seit Beginn der Erfassung durch die BQS wurde in keinem Fall der Tod oder die Notwendigkeit zu einer Lebertransplantation bei einem Teil-Leberlebendspender festgestellt.