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Ausblick

Mit der BQS-Bundesauswertung 2007 liegen im dritten Jahr Daten für den Leistungsbereich Lebertransplantation in Deutschland vor. Die annähernd vollständige Übermittlung der Datensätze zum stationären Aufenthalt durch die Krankenhäuser wird von der BQS-Fachgruppe Lebertransplantation als positiv bewertet.

Für 90,4% der Transplantatempfänger konnten anhand vollständiger Follow-up-Daten Qualitätskennzahlen zum Ablauf des ersten Jahres nach Transplantation, für 86,9% zum Ablauf des zweiten Jahres nach Transplantation berechnet werden. Die Transplantationszentren steigerten damit die Vollständigkeit des Follow-ups im zweiten Jahr, in dem diese Verpflichtung zur Dokumentation der Verlaufsdaten bestand, weiter. Die BQS-Fachgruppe Lebertransplantation wertet diese Entwicklung ausdrücklich als positiv. Gleichzeitig ist nach Auffassung der BQS-Fachgruppe bei einem Teil der Krankenhäuser eine weitere Steigerung der Follow-up-Vollständigkeit in der Zukunft erforderlich.

Die Krankenhausergebnisse zu den definierten Qualitätsindikatoren zeigen nach Einschätzung der Experten der BQS-Fachgruppe eine im Vergleich zum Vorjahr weiterhin gute Versorgungsqualität in diesem Leistungsbereich.

Bei der Bewertung ist zu berücksichtigen, dass die Risikoprofile der transplantierten Patienten variieren können und insbesondere die Ausprägung und die Art der zur Transplantation führenden Lebererkrankung hierbei von Bedeutung sind. Derzeit wird von der BQS in Zusammenarbeit mit den Experten der Fachgruppe eine Risikoadjustierung entwickelt, um eine bessere Vergleichbarkeit der Krankenhausergebnisse und eine spezifischere Kontaktaufnahme im Strukturierten Dialog zu ermöglichen.

Die Berechnung des Qualitätsindikators „operative Komplikationen“ wird seit dem Erfassungsjahr 2007 nur für Patienten im Alter von mindestens sieben Jahren durchgeführt. Hintergrund ist, dass Lebertransplantationen bei kleinen Kindern sich aufgrund der erforderlichen Nachbetreuung der Patienten und der Eltern durch längere stationäre Aufenthalte auszeichnen, ohne dass diese durch Komplikationen bedingt sind.

Wie im Vorjahr war auch im Erfassungsjahr 2008 die Zahl der nach der BQS-Sollstatistik erwarteten Datensätze zu Lebertransplantationen nach postmortaler Spende niedriger als die Anzahl der bei der zuständigen Organvermittlungsstelle Eurotransplant Foundation registrierten Lebertransplantationen. Die Ursache hierfür liegt darin, dass die Dokumentationspflicht von bis zum Jahr 2007 stationär aufgenommenen Transplantatempfängern nicht in allen Fällen erfasst werden konnte. Inzwischen wurde das Dokumentationsverfahren angepasst, um eine bessere Vergleichbarkeit der Ergebnisse der BQS-Auswertung mit externen Publikationen sicherzustellen.