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Ausblick

Die Dokumentationspflicht für Transplantationen wird in den Transplantationszentren jährlich von der Krankenhaussoftware anhand der Angaben zu durchgeführten Behandlungen in den Abrechnungsdaten ermittelt. Bis zum Erfassungsjahr 2007 waren Transplantationen bei langem präoperativen oder postoperativen stationären Aufenthalt der Patienten nicht in allen Fällen dokumentationspflichtig. Mit Wirkung zum Erfassungsjahr 2008 wurde die Erfassungsmethodik dahingehend modifiziert, dass auch Organtransplantationen mit langer stationärer Verweildauer zu dokumentieren sind. Die Datensätze dieser Patienten werden im Folgejahr, erstmals also 2009, an die BQS übermittelt und sollen dann eine vollständige Abbildung der Ergebnisqualität nach Transplantation ermöglichen.

Da die Transplantationszentren bereits über umfangreiche Erfahrungen bei der Erhebung des Follow-ups nach Herztransplantation verfügen, wurden auch im ersten Jahr der Erhebung von Verlaufsdaten nach Lungentransplantation die dokumentationspflichtigen 1-Jahres-Follow-up-Datensätze in diesem Leis­tungsbereich nahezu vollständig an die BQS übermittelt. Das Engagement der Transplantationszentren bei der Umsetzung der externen vergleichenden Qualitätssicherung wird von der BQS-Fachgruppe Herz- und Lungentransplantation ausdrücklich begrüßt.

Die Krankenhausergebnisse zu den definierten Qualitätsindikatoren zeigen nach Einschätzung der Experten der BQS-Fachgruppe eine mit den internationalen Ergebnissen vergleichbare Versorgungsqualität in diesem Leistungsbereich.

Die Auswertung der Verlaufsdaten nach Ablauf von zwei Jahren nach Transplantation wird ab dem kommenden Erfassungsjahr eine weitergehende Analyse der Ergebnisqualität der Lungen- und Herz-Lungentransplantation in Deutschland ermöglichen.