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Qualitätsziel

In-Hospital-Letalität

Möglichst geringe In-Hospital-Letalität

Hintergrund des Qualitätsindikators

Die Sterblichkeit (Letalität) im zeitlichen Verlauf ist das relevanteste Kriterium für die Ergebnisqualität der Lungen- und Herz-Lungentransplantation. Sie ist innerhalb des ersten Jahres nach Transplantation am höchsten.

Das Register der International Society of Heart and Lung Transplantation (ISHLT), das einen Teil der weltweiten Transplantationsaktivitäten erfasst, berichtet über einen kontinuierlichen Rückgang der Letalitätsraten in der frühen Phase nach Lungentransplantation seit 1986. So sank die 30-Tage-Sterblichkeit von 13,3% im Beobachtungszeitraum von 1988 bis 1994 auf 5,9% zwischen 2000 und 2006. Die 3-Monats-Letalität fiel im selben Zeitraum von 18,8 auf 10,0% ab (ISHLT 2008b). Dies legt die Vermutung nahe, dass die Transplantationszentren erfolgreiche Strategien zur Reduktion potentiell tödlicher Komplikationen in der frühen postoperativen Phase ent­wickelt haben.

In der vergleichenden Qualitätsdarstellung zu diesem Indikator werden ­Lungen- und Herz-Lungentransplantationen gemeinsam betrachtet, da beide Patientengruppen große Gemeinsamkeiten in Bezug auf die Transplantation aufweisen.

Strukturierter Dialog

Bewertung der Ergebnisse 2008

Die Gesamtrate der Krankenhaussterblichkeit (In-Hospital-Letalität) nach Lungen- und Herz-Lungentransplantation lag im Erfassungsjahr 2008 bei 18,9%. Nach Einschätzung der BQS-Fachgruppe ist die Versorgungsqualität mit internationalen Ergebnissen vergleichbar.

Die höhere Letalitätsrate im Vergleich zum Vorjahr sowie zu den Angaben aus dem ISHLT ist nach Auffassung der BQS-Fachgruppe möglicherweise auf das tendenziell höhere Risikoprofil (Alter, größerer Anteil von Patienten mit obstruktiver Lungenerkrankung und mit dringlicher Transplantationsindikation) der behandelten Transplantatempfänger zurückzuführen.

Drei Krankenhäuser haben im Erfassungsjahr 2008 eine In-Hospital-Letalitätsrate von über 30% dokumentiert und liegen damit außerhalb des Referenzbereichs. Angesichts der geringen Fallzahlen pro Krankenhaus in diesem Leistungsbereich kann die Auffälligkeit eines Krankenhauses auch statistisch bedingt sein. Die konkreten Ursachen für das auffällige Ergebnis dieser Krankenhäuser werden im Strukturierten Dialog analysiert.