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Ausblick

Mit der Dokumentation von Operationen zu 66.577 primären invasiven Mammakarzinomen steht eine hervorragende Datenbasis zur Bewertung der Versorgungssituation im stationären Bereich zur Verfügung. Die zuständigen Fachgesellschaften haben sich der Herausforderung bereits gestellt, die Ergebnisse zu nutzen und die Diskussion zur Versorgungsqualität zu vertiefen.

Eine Einbeziehung der Betroffenen ist bei der Behandlung von Krebserkrankungen besonders wichtig: Es gilt, Vor- und Nachteile diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen sorgfältig abzuwägen im Hinblick auf die individuelle Lebensqualität. Deshalb entwickelt die Fachgruppe einen Patientinnen-Befragungsbogen zur Erfassung und Bewertung der partizipativen Entscheidungsfindung bei Brustkrebs.

Die Indikatoren im stationären Bereich genügen höchsten methodischen Ansprüchen. Die QUALIFY-Kriterien sind für viele Kennzahlen weitestgehend erfüllt (BQS 2007). Als nächsten Schritt fordert die BQS-Fachgruppe die Erweiterung der Qualitätsbeobachtung in den ambulanten Sektor hinein. Nur so kann die gesamte Versorgungskette bewertet werden. Dabei sollte unbedingt die zeitliche und inhaltliche Kontinuität der bestehenden Qualitätssicherung gewahrt werden. Ein weiterer notwendiger Baustein der Qualitätssicherung bei Brustkrebs sind bundesweit flächendeckende Krebsregister.

Die im Jahr 2008 erfassten Daten aus der Mammachirurgie werden erstmalig systematisch auf ihre Richtigkeit überprüft. Damit werden bald konkrete Aussagen zur Qualität dieser Daten möglich sein. Zugleich werden Krankenhäuser gezielt für die Sorgfalt bei der Dokumentation sensibilisiert.