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Ausblick

Mit der BQS-Bundesauswertung 2008 liegen im dritten Jahr Daten für den Leistungsbereich Nierentransplantation in Deutschland vor. Die Ergebnisse der Auswertung zeigen nach Auffassung der Experten der BQS-Fachgruppe Nieren- und Pankreastransplantation wie im Vorjahr eine gute Versorgungsqualität im internationalen Vergleich.

Zur Risikoadjustierung der Ergebnisse wurde bei einem Teil der BQS-Qualitätsindikatoren die Stratifizierung nach Alter und Art der Organspende eingesetzt. Darüber hinaus erfolgt eine kontinuierliche Bewertung und Weiterentwicklung der Risikoadjus­tierung in diesem Leistungsbereich durch die Fachgruppe auf der Basis der Rückmeldungen aus dem Strukturierten Dialog mit den Krankenhäusern. Seit dem Erfassungsjahr 2007 wird für die Berechnung der Qualitätsindikatoren auf Patienten mit isolierter Nierentransplantation fokussiert, um eine bessere Vergleichbarkeit der Krankenhäuser zu gewährleisten.

Die Vollständigkeitsrate der von den Krankenhäusern übermittelten Datensätze zum stationären Aufenthalt wird von der BQS-Fachgruppe als gut bewertet. Außerdem konnten anhand der übermittelten Verlaufsdaten für 88,4% der Patienten Qualitätskennzahlen zum Ablauf des ersten Jahres nach Nierentransplantation und für 85,2% der Patienten zum Ablauf des zweiten Jahres nach Nierentransplantation berechnet werden. Dies entspricht einer leichten Steigerung der Dokumentationsvollständigkeit der 1-Jahres-Follow-up-Daten im Vergleich zum Vorjahr.

Nur ein Teil der Transplantationszentren hat jedoch das Ziel einer möglichst vollständigen Verlaufsdokumentation aller Transplantatempfänger erreicht. Ursache hierfür ist insbesondere die dezentrale Nachbetreuung der Patienten, die häufig nicht im Transplantationszentrum erfolgt, so dass die Krankenhäuser nicht in allen Fällen Einfluss auf Behandlung und Verlaufsdokumentation haben. Nach Einschätzung der BQS-Fachgruppe ist die bisher erzielte Verbesserung der Follow-up-Vollständigkeit erfreulich, eine weitere Steigerung aber unter den gegenwärtigen organisatorischen Bedingungen schwierig umzusetzen.

Die Erhebung der Daten zu Nierentransplantationen sowie von Verlaufsdaten dient unter Berücksichtigung der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Organtransplantation gemäß § 16 Transplantationsgesetz dazu, eine valide Grundlage zu schaffen, die es ermöglicht, gegebenenfalls Maßnahmen im Sinne einer umfassenden Qualitätssicherung abzuleiten.