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Qualitätsziel

Indikation zur Koronarangiographie – Therapieempfehlung

Möglichst oft ein angemessener „Mix“ der Therapieempfehlungen in Ab­­hängig­­keit von der Indikation

Hintergrund des Qualitätsindikators

Als Kriterium für einen Hinweis auf eine zu häufig gestellte Indikation zur Koronarangiographie kann man das Verhältnis therapeutischer zu diagnos­tischen Eingriffe analysieren. Dabei folgt man der Vorstellung, dass eine Diagnostik vor allem dann durchgeführt werden soll, wenn sich daraus eine therapeutische Konsequenz ergibt. Gemäß den Daten des amerikanischen SCAI-Registers lag das Verhältnis 1998 in den USA bei 31,9% (Sheldon 2001). In Deutschland lag 2002 dieser Anteil nach Datenlage des deutschen ALKK-Registers bei 30,3% (Gottwik et al. 2003).

Strukturierter Dialog

Bewertung der Ergebnisse 2008

Die Gesamtrate ist mit 39,7% im Erfassungsjahr 2008 ähnlich hoch wie 2007 (39,6%). Wie im Vorjahr ist die Spannweite der Ergebnisse extrem (0,0 bis 74,7%). Bei sehr niedrigen Werten könnte eine zu großzügige Indikation zur Katheter­untersuchung und bei sehr hohen Werten eine zu großzügige Indikation zur Revaskularisation vorliegen.

Es ist zu beachten, dass die Grundgesamtheiten der Krankenhäuser durch Nichteinbeziehung der ambulanten Fälle nicht vollständig abgebildet werden. Hieraus können sich Verzerrungen der Daten bei den stationär abgerechneten Fällen ergeben, die nur durch eine sektorgleiche Qualitätssicherung einschließlich der ambulanten Untersuchungen aufgelöst werden können.

Die Fachgruppe sieht wie im Jahre 2007 besonderen Handlungsbedarf bei diesem Indikator. Im Dialog mit den wissenschaftlichen Fachgesellschaften sollte angeregt werden, aktuelle Leitlinienempfehlungen hinsichtlich der Indikationsstellung zu präzisieren.