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Ausblick

In diesem Jahr wird der Leistungsbereich in das Datenvalidierungsverfahren einbezogen. Dabei werden bundesweit einheitlich die Daten aus dem Jahr 2008 auf ihre Zuverlässigkeit geprüft. Hinsichtlich der beschriebenen Dokumentationsproblematik geht die Fachgruppe davon aus, dass im Rahmen der Datenvalidierung sowohl der Strukturierte Dialog, ausgelöst durch die Basisprüfung, als auch die Ergebnisse des Stichprobenverfahrens Aufschluss über Art und Umfang des Problems liefern. Insbesondere die vermutete Schnittstellenproblematik zum Beispiel zwischen Erfassenden und Dokumentierenden oder die fehlende Verknüpfung von ärztlicher, pflegerischer und QS-Dokumentation erfordert eine intensive Analyse. Die Fachgruppe Pflege kann sich vorstellen, dass auch die medizinischen Leistungsbereiche von dieser Problematik in der einen oder anderen Form betroffen sind. Die Entwicklung von gemeinsamen Strategien zur Überwindung von Schnittstellen und damit zur Verbesserung der Datenqualität könnte in einer interdisziplinären Fachgruppe bestehend aus Medizinern, Pflegenden, Softwareanbietern, medizinischen Dokumentaren etc. erfolgen.

Die BQS-Fachgruppe Pflege plädiert dafür, dass in den nächsten Jahren weitere Qualitätsindikatoren, abgeleitet von den nationalen Expertenstandards (DNQP 2002, 2004a, 2004b, 2005, 2006), evidenzbasiert entwickelt und nach internationalem Vorbild (Savitz et al. 2005, CZV 2009) zu einem Indikatorenset zusammengefasst werden. Mit dem Einsatz eines pflegesensiblen Indikatorensets in der externen Qualitätssicherung wäre man zukünftig in der Lage, fundiertere Aussagen über die Pflegequalität in deutschen Krankenhäusern treffen zu können.