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Einleitung

Fachgruppenmitglieder

Die ambulant erworbene Pneumonie (Lungenentzündung) ist eine der häufigsten Infektionserkrankungen. Auf der Grundlage europäischer und amerikanischer epidemiologischer Studien wird geschätzt, dass insgesamt in Deutschland jährlich 400.000 bis 600.000 Einwohner an einer ambulant erworbenen Pneumonie erkranken (Marrie et al. 2000). Nach den BQS-Daten werden etwa 200.000 Patienten jedes Jahr mit dieser Erkrankung in Deutschland stationär behandelt. In den internationalen Leitlinien (IDSA/ ATS 2007, BTS 2004, ERS 2005) und der deutschen S3-Leitlinie (Höffken et al. 2005) wurden evidenzbasierte Standards für die Versorgung von Pneumonie-Patienten erarbeitet.

Seit dem Jahr 2005 gehört die Pneumonieerkrankung zu den dokumentationspflichtigen Leistungen für die externe vergleichende stationäre Qualitätssicherung. Somit liegen jetzt Daten von rund 800.000 Patienten aus den Jahren 2005 bis 2008 vor. Wissenschaftliche Analysen auf der Grundlage dieses Datenpools haben gezeigt, dass die Sterblichkeit kontinuierlich mit zunehmendem Alter ansteigt. Gezeigt werden konnte auch, dass innerhalb der ersten beiden Tage des Krankenhausaufenthaltes die Sterblichkeitsrate am höchsten ist. Patienten, die aus stationären Pflegeeinrichtungen aufgenommen wurden, wiesen eine höhere Sterblichkeitsrate auf als Patienten, die aus einer häuslichen Umgebung kamen.

In die Auswertung der meisten Qualitätsindikatoren werden ab 2008 die Patienten nicht mehr mit einbezogen, bei denen die antimikrobielle Therapie im Einvernehmen mit den Patienten oder seiner Angehörigen im Verlaufe des Aufenthaltes aufgrund einer schweren Grund- und Begleiterkrankungen mit infa­uster Prognose eingestellt wurde. Dies wurde im Jahr 2008 für 6,9% (14.675) der Patienten dokumentiert.

Aus diesem Grund ist die Vergleichbarkeit zu den Vorjahresergebnissen der Indikatoren „Antimikrobielle Therapie“, „Bestimmung der klinischen Stabilitätskriterien“, „Klinische Stabilitätskriterien“ und „Krankenhaus-Letalität“ eingeschränkt.