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Einleitung

Fachgruppenmitglieder

Die Transplantation der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) stellt durch die Übertragung der insulinproduzierenden Beta-Zellen eine ursächliche Behandlung des insulinpflichtigen Diabetes mellitus dar.

Sie kommt in der Regel für Typ-1-Diabetiker in Betracht, die nach langem Verlauf ihrer Grunderkrankung in Folge der diabetischen Nierenschädigung eine weit fortgeschrittene Einschränkung der Nierenfunktion entwickeln. Bei dieser Patientengruppe wird die Bauchspeicheldrüse in Kombination mit der Niere des Organspenders transplantiert. Die Kombinationstransplantation trägt nicht nur zur Verbesserung der Lebensqualität bei, sondern ist auch als lebenserhaltender Eingriff zu bewerten, da eine neuerliche diabetische Nierenschädigung verhindert (Wilczek et al. 1993) und das Sterberisiko halbiert werden (Venstrom et al. 2003).

Im Jahr 2008 wurden in der Eurotransplant-Region 236 Pankreastransplantationen, davon 194 (82,0%) als kombinierte Pankreas-Nierentransplantation, durchgeführt (Eurotransplant 2009).

Seit dem Erfassungsjahr 2007 besteht für den Leis­tungsbereich Pankreas- und Pankreas-Nierentransplantation für alle deutschen Transplantationszentren eine Verpflichtung zur Teilnahme an der externen vergleichenden Qualitätssicherung. Seit 2008 sind erstmals auch Verlaufsdaten nach Ablauf eines Jahres nach Transplantation zu dokumentieren.