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Ausblick

Mit der BQS-Bundesauswertung 2008 liegen in Deutschland im zweiten Jahr Daten zur Pankreas­transplantation für die externe vergleichende Qualitätssicherung vor. Die Anzahl der von den Krankenhäusern gelieferten Datensätze entspricht 97,1% der von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in ihrer Funktion als Koordinierungsstelle für die Organspende erfassten Pankreastransplantationen. Insgesamt bewertet die BQS-Fachgruppe Nieren- und Pankreastransplantation diese Vollständigkeitsrate als positiv.

Nach Ansicht der BQS-Fachgruppe sprechen die Auswertungsergebnisse überwiegend für eine zufriedenstellende Versorgungsqualität und Patientensicherheit in diesem Leistungsbereich.

Bei der Bewertung der Ergebnisse der BQS-Qualitätsindikatoren ist zu berücksichtigen, dass die Risikoprofile der transplantierten Patienten variieren können. Hierdurch kann es zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen der Krankenhäuser kommen, die nach Auffassung der Experten der BQS-Fachgruppe Nieren- und Pankreastransplantation nicht immer mit einer mangelnden Qualität des einzelnen Transplantationszentrums gleichzusetzen sind.

Im Erfassungsjahr 2008 wurden erstmals Follow-up-Daten zu im Jahr 2007 durchgeführten Pankreas- bzw. Pankreas-Nierentransplantationen von den Transplantationszentren erhoben. Ausgehend von den Erfahrungen, welche die Krankenhäuser im Vorjahr mit der Erhebung von Verlaufsdaten nach Nierentransplantation sammeln konnten, erreichte die Vollständigkeit der Follow-up-Datenübermittlung nach Pankreas- bzw. Pankreas-Nierentransplantation bereits im ersten Jahr dieser Verpflichtung eine Rate von 87,2%. Drei Viertel der Transplantationszentren lieferten Angaben zum Überleben von mindestens 90% ihrer Patienten. Dies wird von der BQS-Fachgruppe ausdrücklich als positiv bewertet; eine weitere Steigerung der Dokumentationsraten in Zukunft ist wünschenswert, um eine valide Grundlage zu schaffen, die gegebenenfalls Maßnahmen im Sinne einer umfassenden Qualitätssicherung ermöglicht.