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Ergebnisdarstellung

Ergebnisdarstellung

Zu den Auswertungen der einzelnen Qualitäts­kenn­zahlen werden die wichtigsten beschreibenden Statis­tiken in einer wiederkehrenden Form tabellarisch dargestellt (Abbildung 1).

Im Tabellenkopf werden die Bezeichnung der dargestellten Qualitätskennzahl und darunter die Kurz­beschreibung der Rechenregel angegeben. Das Ergeb­nis in der BQS-Bundesauswertung 2008 und so weit möglich auch die Vorjahresergebnisse für die Jahre 2005 bis 2007 werden als Gesamtergebnis für alle Patienten mit dem 95%-Vertrauensbereich und der Gesamtzahl der Fälle in der Grund­gesamt­heit dargestellt (Kopf der Ergebnistabelle).

Die Verlaufsdarstellung 2005 bis 2008 („Vergleich mit Vorjahresergebnissen“) zeigt die Ergebnisse zu den BQS-Qualitätskennzahlen im zeitlichen Verlauf der zurückliegenden vier Jahre. Damit kann die Ent­wicklung der einzelnen Qualitätskennzahl über die Zeit abgelesen werden (siehe auch Abschnitt „Verlaufsdarstellung 2005 bis 2008“).

Die Verteilung der Krankenhausergebnisse für das Jahr 2008 wird in zwei Säulendiagrammen (Bench­mark­grafiken) dargestellt. Dabei repräsentiert jede Säule das Ergebnis eines Krankenhauses. Die Ergebnisse der Krankenhäuser sind von links nach rechts nach Ergebnissen sortiert aufgetragen. Krankenhäuser mit besseren Ergebnissen werden stets auf der rechten Seite der Benchmarkgrafik dargestellt.

Die größere Benchmarkgrafik enthält in der Regel die Ergebnisse jener Krankenhäuser, die mindes­tens 20 Fälle in der Grundgesamtheit der Qualitäts­kennzahl haben. Um aber alle Krankenhäuser bei der Qualitäts­dar­stellung zu berücksichtigen, werden auch die Ergeb­nisse der Krankenhäuser mit 1 bis 19 Fällen in einer kleineren Benchmarkgrafik dargestellt. Diese Trennung der Ergebnisse der Krankenhäuser mit 1 bis 19 und ≥20 Fällen in zwei separate Blöcke trägt dem Umstand Rechnung, dass einerseits alle Kran­ken­häuser in der Qualitätsdarstellung berücksichtigt wer­den, andererseits aber die Ergeb­nisse einer Quali­täts­kennzahl für Kranken­häuser mit kleiner Fallzahl einer größeren statistischen Ungenauigkeit unterliegen.

Die statistische Ungenauigkeit bei Krankenhäusern mit kleiner Fallzahl ergibt sich aus folgender Kon­stellation: Bei 20 Fällen entspricht ein Ereignis im Zähler der Qualitätskennzahl – zum Beispiel eine Wund­in­fektion – 5%. Für Krankenhäuser mit weniger Fällen schlägt der Indikator bereits bei einem einzelnen Ereignis – zum Beispiel einem Fall mit Wundinfektion – stark aus. Im Beispiel entspräche eine Wundinfektion bei zehn Fällen einer Rate von 10%, bei einer Infektion auf fünf Fälle sogar einer Rate von 20%. Daher zeigt die Verteilung der Krankenhausergebnisse für Krankenhäuser mit kleiner Fallzahl häufiger starke statistische Ausreißer.

Unterhalb der ersten Benchmarkgrafik werden je­weils der Median und die Spannweite der Kran­ken­hausergebnisse dargestellt. Diese werden in der Regel auf der Basis der Ergebnisse der Kranken­häuser mit ≥20 Fällen bestimmt. Krankenhäuser, deren Ergebnisse außerhalb des Referenzbereichs liegen, werden als auffällig bezeichnet. Die Anzahl der auffälligen Krankenhäuser wird getrennt für solche mit ≥20 Fällen und 1 bis 19 Fällen in der Grund­ge­samtheit angegeben. Die Anzahl der Kran­ken­­häuser, die ≥20 Fälle, 1 bis 19 Fälle und 0 Fälle in der jeweiligen Grundgesamtheit haben, werden in der Ergebnistabelle ebenfalls aufgeführt.