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Glossar

Anteil

Siehe Rate

Gesamtergebnis

Die Gesamtergebnisse werden aus den Daten aller Patienten in der Grundgesamtheit einer Kennzahl berechnet. Sie beinhalten in der BQS-Bundes­aus­wertung auch die Daten von Patienten, die in Kran­kenhäusern mit weniger als 20 Fällen behandelt wurden.

Grundgesamtheit

Die Grundgesamtheit einer Qualitätskennzahl umfasst alle Merkmalsträger (Fälle) mit den beschriebenen Eigenschaften. Was unter einem „Fall“ zu verstehen ist, ist jeweils abhängig von der Definition der Grund­gesamtheit der Qualitätskennzahl. Damit kann ein „Patient“, eine „Operation“ oder eine „Intervention“ gemeint sein.

Konfidenzintervall

Siehe Vertrauensbereich

Median der Krankenhausergebnisse

Der Median ist ein Maß, das den Mittelpunkt der Verteilung beschreibt. Er liegt zwischen 50% der kleinsten und 50% der größten Krankenhaus­ergebnisse (50%-Perzentile). In der BQS-Bundes­auswertung wird er – bis auf wenige ge­kenn­zeichnete Ausnahmen – aus den Ergeb­nissen der Krankenhäuser mit mindestens 20 Fällen in der Grundgesamtheit bestimmt.

Perzentile der Krankenhausergebnisse

Für das x%-Perzentil der Krankenhausergebnisse gilt, dass x% der Krankenhausergebnisse kleiner oder gleich dem x. Perzentil sind. Haben beispielsweise 25% der untersuchten Krankenhäuser eine Wundinfektionsrate von 1,5% oder kleiner, so ist in diesem Beispiel 1,5% das 25%-Perzentil. In der BQS-Bundesauswertung wird es – bis auf wenige gekennzeichnete Ausnahmen – aus den Ergebnissen der Krankenhäuser mit mindestens 20 Fällen in der Grundgesamtheit bestimmt.

Qualitätsindikator

Ein Qualitätsindikator dient der Bewertung, ob ein Qualitätsziel erreicht wird. Ein Indikator ist kein direktes Maß der Qualität. Es ist ein Werkzeug, das zur Leistungsbewertung dient und das die Auf­merk­samkeit auf Problembereiche lenken kann, die einer intensiven Überprüfung innerhalb einer Organi­sa­tion bedürfen.

Qualitätskennzahl

Die Qualitätskennzahlen eines Qualitätsindikators geben die zahlenmäßige Ausprägung des Qualitäts­indikators für alle Fälle im Bundes- oder Landes­datenpool (Gesamtergebnis) oder für die Fälle eines einzelnen Krankenhauses (Krankenhausergebnis) wieder. Jedem Qualitätsindikator werden eine oder mehrere Qualitätskennzahlen zugeordnet.

Beispielsweise lässt sich der Qualitätsindikator „Wund­heilungsstörungen“ über die Kennzahl des prozentualen Anteils von Wundinfektionen an den dokumentierten Fällen bestimmen. Qualitäts­kenn­zahlen werden zusammen mit ihrem Vertrauens­bereich und ihrem Referenzbereich angegeben. Die Verteilung der Kennzahl wird im BQS-Qualitäts­report jeweils durch Säulendiagramme („Bench­mark­grafiken“) dargestellt (Verteilung der Kranken­haus­ergebnisse).

Qualitätsziel

Ein Qualitätsziel beschreibt Anforderungen an die Qualität der Behandlung. Es wird von den BQS-Fachgruppen definiert, in dem der Satz „Gute Qualität ist, wenn ...“ ergänzt wird. Der Grad, in dem ein Qualitätsziel durch Einrichtungen des Gesund­heits­wesens erreicht wird, wird mit Hilfe von Qualitäts­indikatoren und Qualitätskennzahlen gemessen.

Rate (Anteil)

Eine Rate beschreibt den prozentualen Anteil einer Merkmalsausprägung (Zähler) unter allen betrachteten Merkmalsträgern (Grundgesamtheit = Nenner). Neben dem prozentualen Anteil wird in der Regel auch der so genannte Vertrauensbereich (Konfidenz­

Referenzbereich

Der Referenzbereich gibt den Bereich einer Qualitäts­kennzahl für erreichbar gute Qualität an. Der Referenzbereich kann auch als „Unauffällig­keits­bereich“ bezeichnet werden.

Es werden Zielbereiche und Toleranzbereiche unterschieden:

  • Zielbereich: Gestützt auf wissenschaftliche Untersuchungen wird definiert, welches Ergebnis als gute Qualität anzusehen ist. Für diese Indi­ka­toren wird ein fester Wert als Referenzbereichs­grenze festgelegt.
  • Toleranzbereich: Für einige Indikatoren lässt sich keine sichere Grenze festlegen, die erreichbar gute Qualität beschreibt. Hier wird der Referenz­bereich so festgelegt, dass er besonders auffällige Ergebnisse abgrenzt. Dies kann sowohl über einen festen Wert als auch über ein Perzentil erfolgen (Perzentil-Referenzbereich).

Generell gilt, dass Ergebnisse außerhalb des Referenzbereichs eine Analyse im Strukturierten Dialog nach sich ziehen.

Sentinel Event

Sentinel-Event-Indikatoren erfassen sehr seltene, schwerwiegende Ereignisse (Sentinel Events). Jeder Einzelfall stellt eine Auffälligkeit dar, die eine Einzel­fallanalyse im Strukturierten Dialog (siehe Kapitel „Strukturierter Dialog“) nach sich zieht. Für solche Qualitätsindikatoren wird in der Ergebnistabelle als Referenzbereich „Sentinel Event“ aufgeführt.

Spannweite der Krankenhausergebnisse

Die Spannweite gibt den minimalen und maximalen Wert der Krankenhausergebnisse für eine Kennzahl an. Die Spannweite ist ein Maß für die Streuung der Verteilung. In der BQS-Bundesauswertung wird sie aus den Ergebnissen der Krankenhäuser mit mindes­tens 20 Fällen in der Grundgesamtheit bestimmt.

Toleranzbereich

Siehe Referenzbereich

Verhältniszahl

Der Quotient zweier sachlich in Verbindung stehender Merkmale heißt Verhältniszahl. Dabei ist nicht wie bei einer Rate (siehe oben) der Zähler eine Unter­menge des Nenners. Ein Beispiel für eine Verhält­niszahl ist eine der Kennzahlen für die Indikation zur Herzschrittmacher-Revision: Hier wird der Quotient aus der Anzahl von Sondenproblemen und der Anzahl von Erstimplantationen und Aggregat­wechseln einer Institution berechnet.

Vertrauensbereich (Konfidenzintervall)

Der BQS-Qualitätsreport 2008 zeigt die Ergebnisse zu den BQS-Qualitätskennzahlen im zeitlichen Verlauf der zurückliegenden vier Jahre. Damit kann die Ent­wicklung der einzelnen Qualitätskennzahl über die Zeit abgelesen werden (vergleiche Abschnitt „Verlaufsdarstellung 2005 bis 2008“).

Vertrauensbereich

Der Vertrauensbereich gibt den Wertebereich an, in dem das Ergebnis, meist der prozentuale Anteil, mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% unter Berück­sich­tigung aller zufälligen Ereignisse liegt.

Vorjahresergebnisse

Siehe Verlaufsdarstellung

Zielbereich

Siehe Referenzbereich