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Umfang und Ergebnisse des Strukturierten Dialogs 2008

Tabelle 1: Strukturierter Dialog zum Erfassungsjahr 2007

Auslöser für den Strukturierten Dialog sind rechnerische Auffälligkeiten, die sich aus den Kranken­haus­auswertungen des Erfassungsjahres 2007 ergaben. In über 20.000 Fällen lagen die von den Krankenhäusern erreichten Ergebnisse außerhalb der definierten Referenzbereiche. Über 99% der rechnerischen Auffälligkeiten wurden durch die Geschäfts­stellen für Qualitätssicherung weiterverfolgt. 2008 wurden fast 9.000 Hinweise an die Krankenhäuser verschickt und über 11.000 Stellungnahmen zu auffälligen Ergebnissen angefordert (Tabelle 1).

Abbildung 2: Einstufung der rechnerischen Auffälligkeiten durch die Fach- und Arbeitsgruppen

Die Analysen der Fachgruppen und Geschäftsstellen zu den von den Krankenhäusern gelieferten Stell­ung­nahmen stellen den Kern des Strukturierten Dialogs dar (Abbildung 2). Für über 40% der Stellung­nahmen mussten keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden. Die Krankenhäuser konnten auffällige Er­geb­nisse plausibel begründen, zum Beispiel durch ein be­sonderes Risikoprofil oder unvermeidbare Einzel­fälle. 45% der rechnerisch auffälligen Kran­ken­häuser stehen im Folgejahr unter besonderer Beobachtung. So werden zum Beispiel Dokumen­tations­pro­bleme in der Regel nur einmal als Begründung für ein auffälliges Ergebnis akzeptiert. Fällt ein Kran­kenhaus zum selben Indikator erneut auf, erfolgt die Einstufung als qualitative Auffälligkeit, die konse­quent Verbesserungs­maßnahmen nach sich ziehen sollte. Allein dies ist für die meisten der betroffenen Krankenhäuser Grund genug für Verbesserungsaktivitäten.

Tabelle 2: Anteil qualitativer Auffälligkeiten nach Leistungsbereichen

Durchschnittlich 9,7% der Auffälligkeiten (Tabelle 2) wurden von den Fachgruppen als „echte“ Quali­tätsmängel eingestuft. Allerdings musste nur mit einem Teil der Krankenhäuser qualitätsverbessernde Maßnahmen vereinbart werden. In vielen Fällen hatte bereits die mit dem Stellungnahmeverfahren verbundene Problemanalyse Verbesserungs­maß­nahmen ausgelöst oder der Mangel war bereits durch das interne Qualitätsmanagement des Kran­kenhauses entdeckt und behoben. Das Ziel des Strukturierten Dialogs, durch externen Anstoß eine interne Qualitätsverbesserung auszulösen, wird also auf vielfältige Weise erreicht.